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Mittwoch, 22.11.2017

Japanischer Literaturworkshop für Deutsche

Thema: Mori Ogai: Das Ballettmädchen. Eine Berliner Novelle. Eine deutsch-japanische Liebesgeschichte in Berlin, kurz vor der Jahrhundertwende.
Sowie: Yukio Mishima: Der Tempelbrand in der Übersetzung von Monika Marutschke

Beginn: 19.00
Leitung: Dr. Susanne Schieble
Bei Interesse: susanne@schieble.de


Dienstag, 12. Dezember 2017

Adventsfeier zum Jahresausklang

Wir wollen das Jahr mit leckerem japanischen Essen ausklingen lassen.

Diese Feier erfolgt auf Selbstzahlerbasis.

Wo: Sushi Berlin, Osterstr. 26, 30159 Hannover

Beginn: 19.00 Uhr

Von Kranichen, Kleidern, Kimonos und Kanjis…

Die DJG Hannover war mit einem Messestand auf der CeBIT vertreten

Als die Deutsche Messe AG an die DJG Hannover mit der Frage herantrat, ob sie in Kooperation mit der Deutschen Messe einen Stand bei der CeBIT betreiben wolle, um die Besucher auf das Partnerland Japan einzustimmen, war es für die Vertreter der DJG Hannover keine Frage: ja, das machen wir!

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Foto: (C) Copyright Deutsche Messe

So kam es, dass vom 20. bis 24.03.2017 am Eingang Nord die Besucher, die auf die CeBIT strebten, mit feinsten Origami-Gebilden wie Kraniche, Schmetterlinge, Kleider, Schachteln und vieles mehr in allen Formen und Farben empfangen wurde. Frau Betscher von Origami-Deutschland sowie Frau Meyer und Frau Klawikowski falteten unermüdlich.

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Foto: (C) Copyright Deutsche Messe

Vor dem Hintergrund wunderschöner Kimonos, die Veronika Nagata von Kimono-Kimono aus Düsseldorf zur Verfügung gestellt hatte, beeindruckten Kanae Kimura und Yasuko Götte mit zarten oder auch kräftigen Kalligraphien, die, ebenso wie die Origami-Kunstwerke, zum Mitnehmen erstellt wurden. Bei den Kalligraphien konnte man sich seinen Namen oder auch einen bestimmten Begriff wie Glück, Friede, Harmonie usw. schreiben lassen. Die Kanjis waren wunderschön, ebenso die gefalteten Kunstwerke aus Papier, die vielen Besuchern ein Lächeln ins Gesicht zauberten. So konnte der Tag für die Messebesucher beginnen – und auch für die DJG Hannover war der Messestand ein Riesenerfolg.

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Foto: (C) Copyright Deutsche Messe

Wir danken ganz besonders Petra Betscher, Yasuko Götte, Kanae Kimura, Gisela Klawikowski, Karin Meyer sowie Veronika Nagata von Kimono-Kimono, Düsseldorf.

Dr. Susanne Schieble, DJG Hannover


„Was Sie hier auf die Beine gestellt haben…“

Japanwoche der DJG Hannover in Kooperation mit der VHS Hannover

09. bis 12.03.2017 in den Räumlichkeiten der VHS

Japan ist dieses Jahr Partnerland der CeBIT. Grund genug, wie Dr. Susanne Schieble in ihrer Begrüßung zur Eröffnung der Japanwoche versicherte, die Bürgerinnen und Bürger Hannovers auf das Partnerland, das für viele immer noch geheimnisvoll und exotisch, aber auf jeden Fall besonders ist, einzustimmen. Yookoso Nihon!

2017 JW Schieble

Zuvor hatte Michael Guttmann, Leiter der VHS Hannover, die Gäste und die Japanwoche in den Räumlichkeiten willkommen geheißen. Frau Dr. Schieble dankte ihm und dem gesamten VHS-Team, insbesondere Frau Mathilde Wasmeier, für ihren unermüdlichen und stets mit einem freundlichen Lächeln begleiteten Einsatz, um diese Japanwoche, die vor einem Jahr nicht mehr war als eine Idee, in die Tat umzusetzen. Ebenso dankte sie ihrem Vorstandsteam und den engagierten Mitgliedern der DJG Hannover, allen voran Heidrun Schmidt-Plachta, Assistent Professor of Ikebana und Lehrerin der Ikenobo-Schule Kyoto. Denn Herzstück der Japanwoche war eine von Frau Schmidt-Plachta und ihren Schülerinnen organisierte Ikebana-Ausstellung mit dem Titel „Der Traum vom Frühling ist nur ein flüchtiges Lied“. Im Laufe der nächsten Tage sollte diese Ausstellung immer wieder Begeisterung bei den Besuchern auslösen. Die eleganten und harmonischen Blumenkunstwerke beeindruckten immer wieder aufs Neue. Auch ungewöhnliche Materialien wie Tetra Paks, ein Rad oder Holzrahmen wurden verwendet.

2017 JW Hermann

Herr Bürgermeister Hermann und Herr Generalkonsul Anzawa, der eigens aus Hamburg angreist war, zeigten sich in ihren Grußworten beeindruckt von der Ausstellung und dem Vielfalt des Angebots der Japanwoche. Herr Bürgermeister Hermann dankte der DJG Hannover ganz besonders für ihr Engagement für den Kulturaustausch zwischen Deutschland und Japan.

2017 JW Anzawa

Die Begrüßungen und Grußworte waren aber nur der Auftakt für die eigentliche Eröffnungsveranstaltung. Die 150 Gäste des Eröffnungsabends, weit mehr als die DJG Hannover erwartet hatte, genossen ein Konzert des japanischen Pianisten Moto Harada und der polnischen Sängerin Monika Walerowicz. Sie entführten in das „Land der aufgehenden Sonne, illustriert von Bildern der Japanreise der DJG Hannover 2016 von Christoph Slaby. Die Stimme von Frau Walerowicz und das virtuose Spiel von Moto Harada harmonierten auf das Vortrefflichste. Es war wirklich eine Entführung nach Japan. Die Gäste waren fasziniert von dem Genuss für Auge und Ohr. Langanhaltender Applaus war dafür Beweis genug.

2017 JW Walerowicz

Beim anschließenden Empfang, der mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Messe AG ausgerichtet werden konnte, konnten sich die Gäste stärken und im Gespräch das Gehörte und Gesehene vertiefen. Viele nutzten die Gelegenheit und schlenderten nochmals durch die Ikebana-Ausstellung.

2017 JW Ikebana 01

Der zweite Tag der Japanwoche stand ganz im Zeichen von Ikebana. Heidrun Schmidt-Plachta referierte in ihrem Vortrag kurz über die Historie der Ikenobo-Schule, der ältesten und traditionellsten Schule des Ikebana. Beeindruckend war, was sie im Anschluss in ihrer Demonstration zeigte. Sie fertigte verschiedene Gestecke an, untermalt von japanischer Musik und erklärte die Unterschiede und Besonderheiten.

2017 JW Ikebana 02

Der Samstag stand war geprägt von den Workshops.

Der Origami- und Kalligraphie-Workshop waren ebenso ein Erfolg wie der Kochkurs.

Petra Betscher von Origami-Deutschland führte den Origami-WS durch und zeigte, was man mit Papier, Vorstellungskraft und Präzision für wunderbare Gebilde, seien es Tiere, Pflanzen oder Gegenstände, falten kann.

2017 JW Origami

 

Itsuko Cuny entführte die Teilnehmer in die Welt der Kalligraphie. Mit Ruhe und Perfektion führte sie die Pinselstriche aus. Auf diese Weise entstanden beeindruckend schöne Schriftzeichen, die die Teilnehmer des Workshops erlernten.

2017 JW Shodo

Der Japanische Kochkurs war sicherlich ein „Highlight“. Yasuko Götte führte in bewährter Manier in die Geheimnisse der japanischen Kochkunst ein. Und das Beste daran: im Anschluss an die Kocharbeit wurde fürstlich gegessen!

2017 JW Kochkurs

Es gab aber auch einen Vortrag an diesem Tag. Dr. Susanne Schieble referierte launig, mal amüsant, mal ernst, über die kulturellen Unterschiede zwischen Japan und Deutschland, die sie in ihrer praktischen Tätigkeit als Dozentin für Deutsch und Deutsche Literatur für Japaner erlebt hat. Diese Erfahrungen verband sie mit den unterschiedlichen kulturellen Prägungen, denen die Menschen beider Länder über Jahrhunderte ausgesetzt waren.

2017 JW Saal

Auch der Sonntag lud durch zwei weitere interessante Workshops zum Mitmachen ein. Die Manga-Künstlerinnen Tina Kajander und Alexandra Sokol-Dahms führten in die geheime Welt der Manga-Malerei ein. Die Kunstwerke, die in ihrem Workshop unter ihrer Anleitung in kürzester Zeit entstanden, waren wirklich beeindruckend.

2017 JW Manga

Professor Dr. Franz Renz, Vertreter der Leibniz Universität Hannover im Beirat des Zentrums für Hochschulsport und Aikido-Trainer, lud zusammen mit Daniel Marburger zu einem Aikido-Kurs ein. In diesem Kurs konnten die Teilnehmer in die Kunst des friedvollen japanischen Verteidigungssports eintauchen und mitmachen. Als Mitglied im Vorstand der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hannover und Professor am Institut für Anorganische Chemie der Leibniz Universität Hannover ließ es sich Renz nicht nehmen, im Anschluss zusammen mit einem seiner Doktoranden, Dominik Natke, über verschiedene Aspekte des studentischen und wissenschaftlichen Austausches mit Japan zu referieren. Beide arbeiteten bereits zuvor als Chemiker für längere Zeit in Japan und gingen auf die besonderen kulturellen Unterschiede und Arbeitspraktiken ein. Für die Zukunft sind weitere Zusammenarbeiten im Rahmen eines Austauschprogramms mit der Universität in Tsukuba geplant. Der Schluss des Vortrags und des Wochenendes wurde durch eine rege Diskussion und Kostproben aus dem Land der aufgehenden Sonne abgerundet.

Natke Renz 400

Bereits am späten Vormittag gab es ein meditatives „Highlight“. Dr. Susanne Schieble las Haiku auf Japanisch, die Schauspielerin Barbara Ellen Erichsen auf Deutsch, untermalt von japanischer Musik, einfühlsam vorgetragen von Agnes Hapsari. Die Fotografin und DJG –Mitglied Marion Schmidt illustrierte mit wunderschönen Fotos die Lesung. Die Zuhörer wurden in die Welt des Haiku entführt und genossen dabei eine Auszeit vom Alltag.

Der Abschluss war noch einmal ein besonderer „Leckerbissen“. Veronika Nagata von „Kimono-Kimono“ war eigens aus Düsseldorf angereist, um mit vielen Models eine Kimono-Modenschau zu präsentieren. Dabei zeigte sie die unterschiedlichen Kimonos, vom Alltagskimono bis zum festlichen Kimono, die unterschiedlichen, aber immer präzisen Verarbeitungen des Materials sowie die differenzierte und diffizile Bindetechnik des Obi. Ein Model wurde von Frau Nagata vollständig angekleidet, wobei die vielen Bänder, die die Stoffe zusammenhalten, beeindruckten. Den Models gebührt dabei besonderer Dank, reisten sie doch aus unterschiedlichen Ecken Deutschlands an – sogar aus Leipzig.

2017 JW Kimono

Zur Abschlussveranstaltung waren noch einmal rund 100 Gäste gekommen – einfach beeindruckend.
Es bleibt, ein unendlich großes „DANKE“ auszusprechen:
Allen Künstlerinnen und Künstlern, Dozentinnen und Dozenten, dem Team der VHS Hannover, dem Vorstand und den Mitgliedern der DJG Hannover für ihren unermüdlichen, zum Teil von Idealismus und ehrenamtlichem Engagement getragenen Einsatz. Ohne Sie alle wäre die Japanwoche nicht zustande gekommen und so ein großer Erfolg geworden!

Dr. Susanne Schieble, Präsidentin DJG Hannover

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